E-Invoice-Ready-Check bei einer staatlichen Prüfinstitution
Wie ein strukturierter E-Invoice-Ready-Check den Weg zur effizienten E-Rechnung ebnete
Überblick
Ausgangssituation
Eine historisch gewachsene Systemlandschaft, Medienbrüche und manuelle Arbeitsschritte erschwerten die Vorbereitung auf die kommende E-Rechnungspflicht.
Vorgehen
Mit einem strukturierten E-Invoice-Ready-Check analysierte Bonpago Prozesse, Systeme, Daten und rechtliche Anforderungen und entwickelte daraus eine fundierte Roadmap.
Ergebnis
Die Organisation erhielt einen transparenten Überblick über ihre E-Rechnungsfähigkeit, identifizierte zentrale Handlungsfelder und verfügt nun über eine belastbare Grundlage für die nächsten Umsetzungsschritte.
Zusammenfassung
Über Jahre hinweg hatte sich die IT- und Prozesslandschaft der staatlichen Prüfinstitution organisch entwickelt. Drei zentrale Systeme prägten den Arbeitsalltag im Rechnungswesen, gleichzeitig führten Medienbrüche, doppelte Dateneingaben und manuelle Übertragungen immer wieder zu Ineffizienzen. Mit den kommenden Anforderungen der E-Rechnung stellte sich deshalb nicht mehr nur die Frage nach einem neuen Format, sondern nach der grundsätzlichen Zukunftsfähigkeit der bestehenden Abläufe.
Besonders anspruchsvoll war dabei, dass neben klassischen Rechnungen auch Gebührenbescheide mit Umsatzsteuer erstellt werden, die künftig ebenfalls E-Rechnungsanforderungen gerecht werden müssen. Genau an diesem Punkt setzte Bonpago mit einem E-Invoice-Ready-Check an. Gemeinsam wurden Systeme, Prozesse und Stammdaten strukturiert analysiert, Grundlagen vermittelt und konkrete Handlungsfelder herausgearbeitet. So entstand ein klares Zielbild inklusive Roadmap, mit dem die Organisation ihre nächsten Schritte fundiert, effizient und nachhaltig planen kann.
Herausforderungen
- Historisch gewachsene IT-Landschaft mit drei zentralen Systemen
- Medienbrüche und manuelle Übertragungen zwischen den Anwendungen
- Fehlende End-to-End-Prozesse im Rechnungswesen
- Unvollständige Stammdaten und begrenzte E-Rechnungsfähigkeit bestehender Systeme
- Besonderheiten bei Gebührenbescheiden mit Umsatzsteuer
- Fehlende Referenzprozesse für das Mapping ins XRechnungs-Format
- Begrenztes Wissen zu Standards, Anforderungen und Umsetzungsoptionen
Vorgehensweise
Der Einstieg erfolgte bewusst nicht direkt über eine technische Umsetzung, sondern über einen strukturierten E-Invoice-Ready-Check. Ziel war es, zunächst den Status quo transparent zu machen, die E-Rechnungsfähigkeit objektiv zu bewerten und auf dieser Basis eine tragfähige Umsetzungsstrategie zu entwickeln.
Der Einstieg
Zu Beginn wurden mit Hilfe eines strukturierten Fragebogens die relevanten Informationen zur bestehenden System- und Prozesslandschaft aufgenommen. Parallel sichtete Bonpago Rechnungen, Gebührenbescheide und bestehende Abläufe, um ein umfassendes Bild der Ausgangslage zu gewinnen. Im Fokus stand dabei insbesondere die Frage, wie die bestehenden Dokumenttypen künftig E-Rechnungs-konform verarbeitet werden können.
Status quo analysieren und Transparenz schaffen
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Gebührenbescheiden mit Umsatzsteuer. Da es hierfür bislang keine etablierten Referenzprozesse gab, musste die Überführung in das XRechnungs-Format fachlich und strukturell neu gedacht werden. Gleichzeitig wurden rechtliche, organisatorische und prozessuale Anforderungen gemeinsam bewertet, um ein belastbares Gesamtbild zu erhalten.
Fachliche und rechtliche Besonderheiten einordnen
In einem Vor-Ort-Workshop vermittelte Bonpago Grundlagenwissen zur E-Rechnung und diskutierte gemeinsam mit der Prüfinstitution die Prozesse in Beschaffung, Rechnungseingang und Rechnungsausgang. Dadurch konnten offene Fragen geklärt, Handlungsbedarfe konkretisiert und ein gemeinsames Verständnis für die nächsten Schritte geschaffen werden.
Gemeinsames Verständnis entwickeln
In vertiefenden Online-Sessions wurden Lösungsansätze weiter ausgearbeitet, etwa zur Systemintegration, zu möglichen Tools und zur Automatisierung manueller Schritte. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse in einer kompakten Abschlusspräsentation zusammengeführt: mit einer transparenten Einordnung des aktuellen Reifegrads, zentralen Handlungsfeldern und einer klar priorisierten Roadmap für die weitere Umsetzung.
Roadmap und Handlungsempfehlungen ableiten
Ergebnisse
Der E-Invoice-Ready-Check hat der staatlichen Prüfinstitution einen klaren und fundierten Überblick über ihre aktuelle E-Rechnungsfähigkeit verschafft. Sichtbar wurde dabei nicht nur, in welchen Bereichen akuter Handlungsbedarf besteht, sondern auch, welche Grundlagen bereits vorhanden sind. Besonders bei den Themen Stammdatenqualität, Systemfähigkeit und organisatorische Vorbereitung konnten konkrete Ansatzpunkte identifiziert werden.
Darüber hinaus liegt nun eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte vor. Die Organisation weiß heute, welche technischen, fachlichen und prozessualen Anpassungen notwendig sind, um die E-Rechnung effizient und nachhaltig einzuführen. Damit ist sie gut darauf vorbereitet, die kommenden Verpflichtungen im Rechnungsausgang strukturiert anzugehen und den digitalen Wandel zugleich für eine dauerhafte Prozessverbesserung zu nutzen.
„Der E-Invoice-Ready-Check hat uns ein klares Bild unserer Ausgangslage gegeben und eine fundierte Grundlage geschaffen, um die nächsten Schritte zur E-Rechnung strukturiert und zukunftssicher anzugehen.“
Nina HarmsProjektleitung
