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digi mondo 09/2019

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Wie finden Unternehmen und Öffentliche Verwaltungen aus dem Digitalisierungsdschungel?

Freiheit durch nachhaltige Liquidität bahnt einen Weg in die Zukunft.

Wer heute die Zeitung aufschlägt kennt es. „Deutschland verliert den Anschluss“. Ob es dabei um die Elektronifizierung der öffentlichen Verwaltung, des Mittelstands oder der Großkonzerne geht, spielt keine Rolle. Bei Infrastruktur, Steuersystem, Rentenpaket oder Innovationen sieht es auch nicht besser aus. Die Anzahl an Neugründungen geht kontinuierlich zurück. Das Handelsblatt beschreibt das Dilemma wie folgt: „Kein Wille, keine Vision, kein Wachstum“! und trifft es dabei sehr genau. Die Digitalisierung ist da und dennoch werden ihre Vorteile nicht ausreichend genutzt, u. a. weil viele durch das rasante Tempo nicht mitziehen können oder möchten. Unternehmern, Managern und Entscheidungsträgern der öffentlichen Verwaltung ist klar - es muss einen Weg aus dem Digitalisierungsdickicht gefunden werden. Der Vorsprung der deutschen Wirtschaft in Bezug auf innovative Produkte muss in naher Zukunft transformiert werden. Dabei geht es um viel mehr als die Digitalisierung von ein paar Prozessen. Wichtig ist es Unternehmen eine Basis für eine nachhaltige Zukunft durch stabile Einkommensflüsse, zu sichern, u.a. durch die Bereitstellung von Transparenz und Schnelligkeit.

Alle Beteiligten sollten gemeinsam an einem Strang ziehen und Brücken, die zu neuen Wegen führen, bauen, um vielversprechende Investitionen zu identifizieren.

Der Begriff Freiheit, der durch die Digitalisierung geschaffen werden soll, transformiert sich komplett neu. Ohne die notwendigen liquiden Mittel kann nicht in die Zukunft investiert werden. Es gilt die relevanten und zukunftsweisenden Informationen aus den Geschäftsprozessen zu ziehen, um nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wir sagen es immer wieder: Heute ist es wichtiger denn je, auf Basis vorhandener Daten die richtigen Entscheidungen zu treffen und z. B. wertschöpfende Partner auszuwählen.

Bereits vor über zwanzig Jahren haben wir mit der Entwicklung der Financial Supply Chain und deren Management die Basis für eine nachhaltige Liquidität für Unternehmen gelegt und so einen Transformationspfad für die Freiheit von Unternehmern, Managern und Mitarbeitern aufgezeigt. Diese Themen sind heute aktueller denn je. Durch die notwendige Transparenz können die richtigen Entscheidungen für eine nachhaltige Zukunft getroffen werden. Das Zusammenspiel wird in Abbildung 1 verdeutlicht.

Viele Unternehmen haben die Relevanz der Digitalisierung verstanden und möchten ihre Potenziale nachhaltig nutzen und investieren heute große Summen in Digitalisierungsprojekte – die dann aber häufig in der Umsetzungsphase scheitern. Dabei gibt es durchaus wirksame Instrumente für das Management der digitalen Transformation: ein Beispiel hierfür ist die Liquidity Map.

Verloren im Dschungel

Eine klassische Filmszene: Der Protagonist läuft unbedacht los, achtet kurz nicht auf den Weg und befindet sich mitten im Dschungel. Er hat nicht den Funken einer Ahnung woher er gekommen ist und irrt nun durch den dichten Urwald voller gefährlicher Tiere, auf den labyrinthischen Pfaden, die sich immer wieder in Sumpf und Dickicht verlieren. Wie konnte es dazu kommen? Und wie gewinnt er den Überblick zurück?

Im Rahmen unseres Projektalltags wird immer wieder deutlich, dass viele Digitalisierungsprojekte scheitern. In einer Erhebung fragten wir eine Vielzahl von Verantwortlichen nach den Ursachen. Auf den ersten beiden Plätzen rangieren „Fehlende Mitarbeiterakzeptanz“ und „Fehlende übergeordnete Digitalisierungsstrategie“. Der hohe Veränderungsdruck, der durch Digitalisierung, technologisches Entwicklungstempo und stetiges Wachstum hervorgerufen wird, ist den Menschen im Unternehmen zwar bewusst, doch in den Köpfen der Mitarbeiter will eine positive Grundhaltung digitalen Veränderungen gegenüber nicht wirklich Fuß fassen. Oft mangelt es Führungskräften und Mitarbeitern an einer klaren Richtung zum Ziel. So verlaufen sich viele in den Tiefen des Digitalisierungsdschungels, weil sie von Anfang an keine (optimale) Digitalisierungsstrategie entwickelt, ihr Projekt falsch aufgesetzt, auf die falschen Geschäftsmodelle und Strukturen angeknüpft oder keine klare Rollenverteilung mit entsprechenden Verantwortlichkeiten vorgenommen hatten. Nicht jedes Expeditionsmitglied wird eingebunden, es gibt keine Verschnaufpausen zur Orientierung und vor allem keine definierte und an alle kommunizierte, gemeinsame Vision.

Viele Mitarbeiter wissen gar nicht, wohin sich die Organisation – und ebenfalls wichtig: sie selbst – mit der Digitalisierung hin entwickeln möchte. Die Folge: Auf die bösen Überraschungen des Urwalds kann die Reisegruppe nicht entsprechend reagieren. Mitglieder bleiben zurück, gehen verloren oder machen gar nicht erst mit. Das kann zum Abbruch oder sprichwörtlich zum Versumpfen des Projektes führen – eine teure Angelegenheit.

Immer dem Fluss entlang: Das Konzept der Liquidity Map

Der erfahrene Survival-Experte gibt dem verlorenen Protagonisten folgenden Ratschlag: Gehen Sie bergab, damit Sie auf einen Wasserlauf stoßen. Folgen Sie dem Rinnsal mit der Strömung zum Bach, dem Bach zum Fluss und immer so weiter, bis Sie aus dem Urwald heraus sind.

Bonpago hat dieses Naturprinzip auf die Unternehmenswelt übertragen und das Konzept der „Liquidity-Map“ entwickelt. Diese hat nicht unbedingt zum Ziel, aus dem Dschungel – vielleicht gar der Organisation – herauszuleiten; es geht eher darum, eine Landkarte zu entwerfen, die jederzeit Orientierung und die notwendige Liquidität für die Umsetzung bietet. Wenn ich den Sinn und die Nachhaltigkeit hinter der digitalen Transformation in meinem Unternehmen erkenne, akzeptiere ich die Veränderungen im Alltag leichter – und kann diesen Sinn auch anderen vermitteln.

Aus methodischer Sicht stellt die Liquidity Map ein Instrument dar, das in der Regel im Rahmen unserer Digital Health Checks mit operativer Ebene und Managementebene auf Basis unserer langjährigen Projekterfahrungen entwickelt wird. Abgebildet werden Ziele, Unterziele, Abhängigkeiten zwischen den Zielen sowie Maßnahmen, die zu diesen Zielen führen. Bei letzterem Punkt kommt die Einführung neuer Technologien oder Prozesse ins Spiel.

Und warum Liquidität? Zum einen, weil die Metapher natürlich der Flussidee entspricht. Zum anderen ist Liquidität bei den meisten Unternehmen das Ziel schlechthin. Liquidität steht für eine nachhaltige Zukunft und ist für ein Unternehmen überlebenswichtig. Liquidität ermöglicht Freiheit für Innovationen und Wandel.

Wenn also ein Mitarbeiter sich die Frage stellt, warum er gerade kein Papierdokument mehr vor sich sieht, wie er es seit zwanzig Jahren in einem etablierten Prozess bearbeitet hat, sondern sich auf die Bearbeitung in einem elektronischen Workflow umgewöhnen soll, wo statt der Rechnung eine bereits automatisiert vorausgefüllte Datenmaske erscheint, dann sollte er die Vorteile dieser Transformation anhand der Liquidity Map begreifen. Und er sollte auch verstehen, dass er durch eine unbegründete Blockadehaltung das Wasser im Fluss staut oder aber verursacht, dass nicht alle notwendigen Daten für eine Kreditaufnahme vorhanden sind oder das gebundene Kapital einen zu hohen Wert aufweist.

Das ist natürlich eine sehr einfache Darstellung. In den Projekten treten noch ganz andere Facetten dieses Instrumentes auf. Zur Schaffung einer validen Diskussionsgrundlage für den erfolgreichen Umgang mit der Digitalisierung hat sich der Einsatz der Liquidity Map bei unseren Kunden etabliert. So können die richtigen Instrumente und Maßnahmen für die Umsetzung der Digitalisierung ergriffen werden. Für nachhaltige Projekte, egal welcher Richtung, gibt es immer ausreichend Mittel. Dafür werden Transparenz und Schnelligkeit benötigt. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mehr darüber erfahren möchten!