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Financial Supply Chain Blog

Wie krempelt eine Technologie eine Branche um?

Joint Blockchain Conference des E-Finance Lab der Goethe Universität Frankfurt

Trotz drückender Hitze drängten sich vergangenen Donnerstag, den 01.09.2016, zahlreiche Gäste in das Casino der Goethe Universität Frankfurt auf dem Campus Westend. Der komplette Nachmittag war einem Thema gewidmet - Blockchain im Finanzsektor. Dazu referierten 13 renommierte Experten aus den Bereichen Forschung, IT-Entwicklung, Serviceinnovation und Recht. Darunter auch Gerd Ruecker, Head of Innovation and New Technologies der Deutschen Börse, Heiko Hees, Gründer und CEO von Brainbot Technologies und Prof. Roman Beck von der IT University of Copenhagen.

Blockchain ist eine Datenbanktechnologie, die den sicheren und transparenten Austausch von Transaktionen ermöglicht. Jede Transaktion wird mithilfe verteilter Kryptoschlüssel von verschiedenen Netzwerkteilnehmern verifiziert. Jede freigegebene Transaktion wird dann in Echtzeit in einer auswertbaren Transaktionshistorie gespeichert. Somit lassen sich Änderungen lückenlos nachvollziehen und Manipulationen durch Dritte nahezu vollständig ausschließen.

Die bekannteste Anwendung der Blockchaintechnologie ist die Kryptowährung Bitcoin. Diese hat  bisher eher für negatives Aufsehen gesorgt, da sie von vielen illegalen Onlineportalen als sicheres und anonymes Zahlungsmittel verwendet wird. Allerdings gibt es vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten, die weit über den Austausch von Währung hinausgehen. Intelligente automatisierte Vertragsabwicklung oder gar die Abbildung ganzer Dokumentenmanagementsysteme können zukünftig für viele Geschäftsprozesse enorme Effizienzsteigerungen oder gar das Potential für völlig neue Geschäftsmodelle mit sich bringen.

Dennoch, so war sich wohl die Mehrheit aller Konferenzteilnehmer einig, krempelt die neue Technologie nicht von heute auf morgen eine ganze Industrie um. Dafür sind noch zu viele technische, rechtliche und organisatorische Fragen ungeklärt. Vor allem das Zusammenspiel mit Altsystemen und die Integration der neuen Technologie in bestehende Systemlandschaften, wird seitens der Banken als eine der größten Herausforderungen gesehen.

Das heißt nicht, dass es sich nicht lohnen kann, sich bereits heute mit der neuen Technologie auseinander zu setzen. Gerade durch Pilotprojekte und frühe Prototypen lassen sich die wahren Potentiale prüfen oder testen und in solide Wettbewerbsvorteile umwandeln. Diese Herangehensweise machen sich Start-ups zunutze und begeistern mit innovativen, kundenorientierten Anwendungen.

Zu diesem Thema haben wir kürzlich eine Studie mit dem Titel „Corporate Banking ohne Banken?“ veröffentlicht. Diese beschäftigt sich damit, wie FinTechs die Financial Supply Chain als Überholspur nutzen und das Kundensegment der kleinen und mittleren Unternehmen angreifen.

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Treten Sie gerne mit uns in Kontakt falls Sie mehr zum Thema Blockchain, FinTech oder die Herausforderungen der Digitalisierung im Finanzsektor erfahren möchten.

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