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Mobile Payment – Wer macht das Rennen?

Mobile Payment – Wer macht das Rennen?

Im Café einfach aufstehen und gehen? An der Tankstelle direkt weiterfahren? Alles Zukunftsmusik? Mobile Payment eröffnet neue Möglichkeiten!

Durch Technologien wie Near Field Communication (NFC) oder Apps für das Smartphone könnten Bezahlvorgänge in Zukunft vereinfacht werden. So kann bargeld- und kartenlos bezahlt werden. Einzig das Handy wird noch benötigt. Dies funktioniert sowohl für Onlineeinkäufe als auch vor Ort im Geschäft oder im Restaurant. Dabei sind mobile Bezahlvorgänge mittlerweile ebenso sicher wie Kartenzahlungen oder Onlinebanking.

Alleine in Europa werden jährlich mehr als 81 Milliarden bargeldlose Transaktionen getätigt. In Deutschland besitzen bereits über 30% der Einwohner ein Smartphone. Allerdings weiß erst knapp die Hälfte aller Händler, was ein „mobile Wallet“ beinhalten kann. Auch in der Bevölkerung ist Mobile Payment mit nur 13% relativ unbekannt.

Angesichts dieser Zahlen eröffnet sich ein großer Markt für neue Bezahlmethoden. Bargeldlose Transaktionen können auf Mobile Payment verlagert werden. Hinzu kommt das Marktpotenzial im Bargeldbereich. Auch hier könnten viele Transaktionen, gerade auch von Kleinbeträgen, durch Mobile Payment ersetzt werden. Nach Expertenschätzungen könnte der Markt für Mobile Payment in Deutschland bis 2015 auf etwa acht Milliarden Euro anwachsen.

Da immer mehr Menschen Smartphones besitzen, ist die Grundlage für Mobile Payment bereits geschaffen. Lediglich die Händler und Konsumenten müssen noch aufgeklärt werden. Zudem wird sich zeigen, welche Mobile Payment-Lösung sich durchsetzen wird.

Anforderungen an Bezahlsysteme sind dabei vor allem der Datenschutz, Zahlungssicherheit sowie Kosteneffizienz. Auch eine transparente Ausgabenkontrolle und eine einfache Bedienung und Integration in bestehende Technik und Prozesse spielen ebenso eine Rolle wie eine hohe Akzeptanz der Bezahlmöglichkeit als solche sowie auch ein transparenter Rechtsrahmen.

Derzeit existiert am Markt eine Vielzahl an mobilen Bezahlmöglichkeiten. Ein häufig auf Händlerseite genutztes System ist der mobile Kreditkartenleser. Hierbei wird eine Art Adapter auf den Kopfhörereingang des Smartphones gesteckt. Dieser kann die Kreditkarte des Kunden lesen und übermittelt die Daten an den Verkäufer. Diese Art der Bezahlung ist sowohl für Einzelhändler interessant, die ihren Kunden die Möglichkeit bieten wollen, per Kreditkarte zu bezahlen, als auch für international tätige Unternehmen. Letztere können so zum Beispiel bei Verkäufen im Ausland die Zahlung direkt abwickeln. Die mobilen Kreditkartenleser sind i.d.R. relativ günstig in der Anschaffung. Pro Vorgang werden ca. 2,75% Gebühren berechnet.

Will der Kunde selbst mit dem Smartphone bezahlen, bietet sich ihm ein breites Spektrum an Möglichkeiten an. In der Regel lädt er sich einfach eine App auf sein Smartphone, mit welcher er die Zahlung abwickelt. Diese App kann sowohl nur für spezielle Händler oder Ketten gelten (z.B. Starbucks: Prepaid-Guthabenkarte), als auch generelle Konto- oder Kartendaten auf dem Smartphone hinterlegen.

Für die Bezahlung mit dem Smartphone existieren mehrere Technologien. Bei Near Field Communication ist das Smartphone mit einem NFC-Chip sowie einem Sicherheitselement ausgestattet. Wird dieser Chip nun in die Nähe eines Lesegeräts gehalten, können Daten sicher übertragen und die Zahlung abgewickelt werden. Bei der Bezahlung mit QR-Codes liest das Smartphone des Kunden einen vom Verkäufer generierten Code aus. Anschließend werden die Zahlungsdaten übermittelt.

Derzeit ist noch ungewiss, welches System sich letztendlich durchsetzen wird. Der Markt entwickelt sich permanent weiter und es werden viele neue Unternehmen gegründet, die die Entwicklungen vorantreiben. Doch auch große Mobilfunk- und Kreditkartenanbieter schaffen zunehmend Lösungen, um am Mobile Payment-Geschäft teilzunehmen.

Während die Bezahlung selbst mittlerweile schon problemlos per Smartphone möglich ist, wird der Zahlungsbeleg allerdings auch hier häufig noch auf Papier ausgedruckt. Der Beleg ist jedoch ein sehr wichtiges Dokument- gerade im B2B-Bereich, wo er zwingend benötigt wird. Über mobile Zahlungssysteme ist es bereits möglich, den Beleg direkt per Email oder via Bezahl-App als elektronisches Dokument zu versenden. In diesem Fall muss der Einkäufer ihn nur noch elektronisch an die Buchhaltung weiterleiten, wo er dann direkt weiterverarbeitet werden kann. Somit können im Einkaufsprozess bei Unternehmen viele Ressourcen und Geld gespart werden. Auch die Transparenz kann erhöht werden. Zudem entfällt das Risiko, dass der Beleg unterwegs beschädigt wird oder verloren geht.

Zusammenfassend zeigt sich, dass sich der Mobile Payment Markt derzeit stark entwickelt. Es werden viele Lösungen für Unternehmen und Privatpersonen angeboten. Die spannende Frage, welche Technik und welche Anbieter sich letztendlich durchsetzen werden, bleibt jedoch derzeit noch offen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Wahl der richtigen Strategie – egal ob Sie Paymentanbieter, Shopbetreiber oder Anwender sind. So setzen wir beispielsweise aktuell eine Lösung für unseren Partner Compraga um, bei dem wir Mobile Payment mit Abrechnungsprozessen kombinieren. Der ideale Weg für Mobile Payment im B2B-Bereich. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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